Welches Verfahren für meine Augen?

Die Kernfrage: Besser Augenlasern oder besser Linsenimplantation?

Das Augenlasern kann viel. Aber eben nicht alles. Das Augenlasern (LASIK) hat seinen Hauptanwendungsbereich bei Kurzsichtigkeiten bis -6,00 Dioptrien und Weitsichtigkeiten bis +3,00 Dioptrien. Bei höheren Werten bieten Linsenimplantate in der Regel eine höhere Präzision und eine überlegenere Abbildungsqualität.

Die reversible Alternative ist die VISIAN ICL implantierbare Kontaktlinse. Diese hauchdünne Linse aus biologischem Material wird hinter der Pupille platziert und unterstützt die eigene Körperlinse. Die implantierbare Kontaktlinse VISIAN ICL kann jederzeit auch ausgetauscht werden. Mit der ICL können auch sehr hohe Kurzsichtigkeiten und diese auch bei dünnen Hornhauthäuten ausgeglichen werden.

Multifokallinsen können auch die Alterssichtigkeit korrigieren und werden anstelle der eigenen Linse implantiert. 

Eignungscheck
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  • Dieser Eignungscheck kann eine ausführliche Augenuntersuchung natürlich nicht ersetzen, aber er hilft Ihnen herauszufinden, ob für Sie grundsätzlich eine Augenlaser-Behandlung oder eine Linsenimplantation in Frage kommen würde.
  • Gerne informieren wir Sie auch persönlich bei einer unverbindlichen Erstberatung durch unsere erfahrenen Refraktivberater über die Dauerkorrektur Ihrer Fehlsichtigkeit.
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Welches Verfahren für Sehkorrektur - Visian ICL Linse oder Augenlasern?

In diesem Video (9:22) beschreibt Dr. Parasta Unterschiede zwischen EVO Visian ICL Linse und Augenlasern bei der Korrektur von Fehlsichtigkeiten.

Infovideos von Dr. Parasta über Fehlsichtigkeiten

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Kurzsichtigkeit ( Myopie )

Kurzsichtigkeit: Ferne unschärfer als Nähe.
Kurzsichtigkeit LASIK ICL im Augenzentrum München

Ein kurzsichtiges Auge hat "zuviel" Brechkraft (Dioptrien). Deshalb wird Kurzsichtigkeit mit Minus-Gläsern korrigiert, um damit die Brechkraft des Auges zu reduzieren. Kurzsichtige Augen sehen durch die hohe Brechkraft im Nahbereich die Gegenstände größer als normalsichtige Augen. Sie haben quasi einen "Lupeneffekt". In der Ferne aber wird das Bild unscharf.

Wie erfolgt die Dauerkorrektur der Kurzsichtigkeit?

Durch die Augenlaserkorrektur (LASIK) wird die Brechkraft der Hornhaut für immer gemindert. Dabei wird durch den Augenlaser Gewebe von der Hornhaut abgetragen. Da durch den Abtrag die Hornhaut dünner wird, kann die Augenlaserkorrektur bei hohen Kurzsichtigkeiten und bei dünnen Hornhäuten nicht eingesetzt werden.

Die reversible Alternative ist die ICL Kollagenlinsenimplantation: Diese kleine und hauchdünne Linse aus biologischem Material unterstützt die eigene Körperlinse und korrigiert die Brechkraft im Auge. Sie ist weder sichtbar noch spürbar. Sie kann - bei einer Veränderung der Sehstärke des Auges - jederzeit auch ausgetauscht werden. Mit der ICL können auch sehr hohe Kurzsichtigkeiten und diese auch bei dünnen Hornhauthäuten ausgeglichen werden.

Besteht zusätzlich bereits eine Alterssichtigkeit, muss die Brechkraft für die Nähe und Ferne getrennt von einander korrigiert werden. Hier kommen Multifokallinsen zum Einsatz: Da die eigene Linse nicht mehr flexibel genug ist, um Ferne und Nähe zu versorgen, wird sie durch eine Multifokallinse ersetzt, die dann wieder Ferne und Nähe korrigieren kann.

Zusammenfassend ist die Augenlaserkorrektur (LASIK) am besten geeignet für Kurzsichtigkeiten unter -6,50 und bei einem Alter unter 45 Jahren. Für die ICL gelten die gleichen Bedingungen, allerdings können auch höhere Kurzsichtigkeiten damit auskorrigiert werden. Bei einer bereits beginnenden Alterssichtigkeit (i.d.R. spätestens mit dem 50. Lebensjahr) ist die Multifokallinse die optimale Versorgung, um eine dauerhafte Brillenfreiheit zu erreichen.

Weitsichtigkeit ( Hyperopie )

Weitsichtigkeit: Nähe unschärfer als Ferne.

Weitsichtige Augen haben "zu wenig" Brechkraft. Daher ist das Bild in der Nähe und in der Ferne unscharf. Da die Nahsicht mehr Brechkraft benötigt, ist die Nähe bei einer Weitsichtigkeit mehr "betroffen". Zur Korrektur werden "Plus-Gläser" eingesetzt, um die fehlende Brechkraft zu ergänzen.

Nun zur Dauerkorrektur:

Beim Augenlasern wird durch den Augenlaser die Hornhaut "aufgesteilt". Dies erfolgt durch einen ringförmigen Gewebeabtrag im Randbereich der Hornhaut. Dadurch verändert sich die Hornhautkurvatur: Die Brechkraft nimmt zu. Diese Wirkung bleibt jedoch nur bei geringen Weitsichtigkeiten (unter +4,00 Dioptrien) dauerhaft stabil. Bei höheren Weitsichtigkeiten ist deshalb die LASIK Augenlasermethode nicht die richtige Wahl.

Alternativ kommt hier auch die ICL Kollagenlinsenimplantation in Frage. Die hauchdünnen und sehr kleinen Linsen werden im Auge implantiert und unterstützen die eigene Linse mit mehr Brechkraft. Die Voraussetzung für eine risikofreie Implantation bei Weitsichtigkeit ist jedoch genügend Platz im Auge. Dies ist nur bei weniger als der Hälfte der weitsichtigen Augen gegeben. Daher kommt die ICL Implantation viel häufiger bei Kurzsichtigkeit zum Einsatz als bei Weitsichtigkeit. Sind die Voraussetzung für eine ICL Implantation aber gegeben, ist diese eine sehr gute Wahl: Bei Veränderung der Sehstärke kann die ICL nämlich jederzeit ausgetauscht werden.

Besteht bereits eine Alterssichigkeit - bei Weitsichtigen in der Regel mit 45 Jahren beginnend - dann ist die Multifokallinse die passende Methode: Diese Linse wird anstelle der körpereigenen Linse eingesetzt, die ihre Flexibilität bereits verloren hat. Die neue Multifokallinse kann dann wieder Ferne und Nähe korrigieren und sorgt für eine dauerhafte Korrektur. Bei Weitsichtigen kommt in unserem Augenzentrum die Multifokallinse am häufigsten zum Einsatz.

Hornhautverkrümmung ( Astigmatismus )

Astigmatismus: Doppel- und Schattenbildern

Eine Asymmetrie der Hornhaut oder der Augenlinse wird als Verkrümmung oder Astigmatismus bezeichnet. Die Korrektur erfolgt mit sogenannten Zylindern. Diese korrigieren die Asymmetrien der Hornhaut- oder der Linse optisch wieder aus.

Wie erfolgt die Dauerkorrektur der Hornhautverkrümmung?

Die Korrektur von Hornhautverkrümmung oder Linsenverkrümmung kann in Kombination mit der Korrektur der Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Alterssichtigkeit erfolgen.

Mittlerweile stehen bei allen Verfahren eine simultane Korrektur des Astigmatimus zur Verfügung: Beim Augenlaser wird die Hornhautverkrümmung an der Hornhaut abgetragen. Bei der ICL-Implantation kommen hier individuell angefertigte torische ICL zum Einsatz. Auch bei den Multifokallinsen gibt es speziell angefertigte Modelle, sogenannte torische Linsen, die die Hornhautverkrümmung dauerhaft korrigieren können.

Somit stellt die Dauerkorrektur der Hornhautverkrümmung heutzutage kein großes Problem mehr dar.

Allerdings bestehen Unterschiede im Anwendungsbereich und Langzeitstabilität der Ergebnisse:

Der Augenlaser (LASIK) kann nur Hornhautverkrümmungen unter 4 Dioptrien gut auskorrigieren. Die Treffsicherheit im Ergebnis nimmt beim Augenlasern mit der Stärke der Hornhautverkrümmung ab: Je höher die Hornhautverkrümmung, desto wahrscheinlicher wird eine zweite Laserbehandlung. Die Hornhautverkrümmung kann hier wieder "nachziehen".

Sehr hohe Treffsicherheiten und auch lange Stabiltäten zeigen hier die ICL Kollegenlinsenimplantate und die Multifokallinsen. Diese weisen eine optische Stabiltät von 90 Jahren auf. Eine Veränderung der Linsenstärke ist daher nicht zu erwarten.

In unserem Augenzentrum kommen bei hohen Hornhautverkrümmungen die ICL und Multifokallinsenimplantationen am häufigsten zum Einsatz. Bei geringen und mittleren Hornhautverkrümmungen kommt weiterhin die Augenlaserkorrektur am häufigsten zum Einsatz.

Alterssichtigkeit / Altersweitsichtigkeit ( Presbyopie )

Bei Altersichtigkeit gehören Nahbrille und Gleitsichtbrille gehören zum Alltag. Die Alternative heisst Multifokallinsen.

Die Alterssichtigkeit ist eine Art Weitsichtigkeit: Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Elastizität der natürlichen Augenlinse ab. Das heißt, dass die Augenlinse nicht mehr auf nahe Objekte fokussieren kann. Die fehlende Brechkraft für die Nähe muss dann mit einer Lesebrille oder einer Gleitsichtbrille ergänzt werden.

Hiervon sind sowohl Kurzsichtige als auch Weitsichtige betroffen. In der Regel trifft es Weitsichtige etwas früher als Kurzsichtige. Spätestens mit dem 50. Lebensjahr ist i.d.R. jeder von der Alterssichtigkeit betroffen. Da die natürliche Augenlinse immer "unflexibler" wird, nimmt die Alterssichtigkeit zu. Das bedeutet, dass die Nahstärke immer weiter zunimmt.

Wie erfolgt die Dauerkorrektur der Alterssichtigkeit?

Die Dauerkorrektur erfolgt durch den Austausch der unelastischen natürlichen Linse durch eine Multifokallinse. Die Multifokallinse bringt eine Vollkorrektur der Ferne und der Nähe mit. Da die Multifokallinse optisch nicht "altert", bleiben auch die Sehstärken für Nähe und Ferne stabil. Man kann also sagen, dass man mit der Implantation der Multifokallinse die Alterssichtigkeit stoppt und dauerhaft auskorrigieren kann.

Ist die natürliche Linse durch eine moderne Multifokallinse ersetzt, droht dann auch kein Grauer Star mehr, weil die Multifokallinse keine Trübung im Alter aufweist. Das Material der Multifokallinsen ist nämlich für mehr als 90 Jahre ausgelegt.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Implantation von Multifokallinsen?

Immer mehr Menschen sind geneigt, sich bereits bei einer beginnenden Alterssichtigkeit mit einer Multifokallinse versorgen zu lassen, um die Gleitsichtbrille gleich zu umgehen. Dieser Wunsch ist zwar nachvollziehbar, jedoch ist eine so frühzeitige Versorgung nicht optimal. Der optimale Zeitpunkt für eine Multifokallinsenimplantation ist dann erreicht, wenn der Betroffene mindestens 1 Jahr bereits Erfahrungen mit einer Lesebrille oder einer Gleitsichtbrille sammeln konnte. Erst dann sind die Augen und auch das Gehirn optimal vorbereitet, um eine Simultankorrektur der Fern- und Nahsicht problemlos anzunehmen.

Eine Implantation bevor überhaupt jemals eine Lesehilfe verwendet wurde, bringt lange Umstellungszeiten mit sich. Das bedeutet, dass die Gewöhnung an die Multifokallinse sehr schleppend erfolgt, da Gehirn und Auge eine Nahkorrektur noch nicht kennen.

"Ersetzt" man jedoch eine Lesebrille oder eine Gleitsichtbrille mit einer Multifokallinse, so ist die Umstellungszeit sehr kurz und der "Glücksfaktor" deutlich höher.

In unserem Augenzentrum erfolgen mehr als 75% der Linsenimplantation mit Multifokallinsen. Die Weiteremfehlungsrate der Patienten, die mit Multifokallinsen versorgt worden sind beträgt derzeit 1:5. Das bedeutet, dass ein Patient der Multifokallinsen implantiert bekommen hat im Schnitt 5 weitere Patienten "ansteckt".

Dies erklärt die ernormen Zuwachsraten im Bereich der Multifokallinsen in den letzten 5 Jahren.

Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Multifokallinsenimplantation ist, dass beide Augen nach der Korrektur eine annähernd gleiche Sehleistung erreichen können. Daher sind Patienten mit einer funktionellen Einäugigkeit (z.B. durch eine angeborene oder kindliche Schwachsichtigkeit auf einem Auge, Netzhauterkrankungen oder Schielen) nicht für Multifokallinsen geeignet sind.

Voruntersuchungen vor der operativen Korrektur von Fehlsichtigkeiten

Um festzustellen, für welches Verfahren Ihre Augen am besten geeignet sind, ist eine umfassende Eignungs- und Voruntersuchung besonders wichtig. Die Untersuchungen in unserem Augenzentrum werden mittels modernster diagnostischer Geräte durchgeführt. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, welche Methode in Frage kommt und zu einem bestmöglichen Behandlungserfolg führen kann.

Auf den folgenden Seiten finden Sie wichtige Informationen zu den einzelnen Untersuchungen (kurze Beschreibung, Hinweise zur Vorbereitung, Ablaufbeschreibung, Bilder und Videos).

Optomap hilft bei der Früherkennung von Erkrankungen im hinteren Augenabschnitt.
Optomap hilft bei der Früherkennung von Erkrankungen oder Veränderungen im hinteren Augenabschnitt.
Mit der Spaltlampe wird vollständige klinische Untersuchung der Augen durchgeführt.
Mit der Spaltlampe wird vollständige klinische Untersuchung der Augen durchgeführt
Das Endothelmikroskop erlaubt Rückschlüsse auf die Vitalität der Hornhaut.
Das Endothelmikroskop erlaubt Rückschlüsse auf die Vitalität der Hornhaut.
Mit Phoropter wird die aktuelle Sehstärke (subjektive Refraktion) gemessen.
Mit Phoropter wird die aktuelle Sehstärke (subjektive Refraktion) gemessen.
Die optische Biometrie ermöglicht eine hochpräzise Vermessung des Augapfels.
Die optische Biometrie ermöglicht eine hochpräzise Vermessung des Augapfels.
Mit dem Pupillometer wird Pupillengröße bei Tag und Nacht ermittelt.
Mit dem Pupillometer wird Pupillengröße bei Tag und Nacht ermittelt.
Mit dem Autorefraktometer wird die Sehstärke (objektive Refraktion) automatisch ermittelt.
Mit dem Autorefraktometer wird die Sehstärke (objektive Refraktion) automatisch ermittelt.
Pentacam liefert diagnostische Daten des gesamten vorderen Augenabschnitts.
Pentacam liefert diagnostische Daten des gesamten vorderen Augenabschnitts.
Die Augendruckmessung erfolgt mittels Non-Contact-Tono-Pachymetrie.
Die Augendruckmessung erfolgt mittels Non-Contact-Tono-Pachymetrie.
Mit dem Scheitelbrechwertmesser wird die Brillenstärke automatisch gemessen.
Mit dem Scheitelbrechwertmesser wird die Brillenstärke automatisch gemessen.