Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) Behandlung: Unser Spezialgebiet

Die Makula ist das Sehzentrum des Menschen und liegt im Zentrum der Sehachse. Sie hat den höchsten Sauerstoffbedarf in der Netzhaut. Stoffwechselstörungen in der Makula führen zu der sog. Makuladegeneration. Diese Erkrankung kann das zentrale Sehen und somit die Lese- und Fahrfähigkeit empfindlich stören.

Derzeit stehen für einige Netzhaut- und Makulaerkrankungen neue Therapien zur Verfügung. Wir haben uns auf die Diagnostik und spezielle Behandlung der Makula- und Netzhauterkrankungen spezialisiert:

Trockene Makuladegeneration ( Atrophische AMD)

Dr. Sonya Hierneis, leitende Retinologin im Augenzentrum in München

Diese Form von AMD ist durch einen langsamen Untergang der Lichtrezeptoren im Sehzentrum der Netzhaut gekennzeichnet. Das Fortschreiten einer trockenen AMD erfolgt üblicherweise langsam und bereitet keine Schmerzen.

Therapieansätze in der trockenen AMD:

Studien konnten zeigen, dass hoch dosiertes Lutein (20 mg) und eine Senkung des Homocysteinspiegels durch die Vitamine B6, B12 und Folsäure die Erkrankung verlangsamen kann. Allerdings ist die positive Wirkung erst nach 24 Monaten Einnahme messbar.

Wir müssen hier also von einer vorbeugenden Dauertherapie ausgehen.

Feuchte Makuladegeneration ( exsudative AMD )

Die feuchte Makuladegeneration ist die schwerere Form der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), die bei 10% aller Makuldegenerationen auftritt.

Die feuchte Makuladegeneration beginnt mit einer Verdickung der sog. Basalmembran der Netzhaut. Die Ursache dieser Verdickung ist i.d.R. eine übermäßige Einlagerung von Fetten und Abbaustoffen. Durch diese Verdickung wird die Membran im Laufe der Jahre immer undurchlässiger für Nährstoffe und Sauerstoff. Die Makula ist dann unterversorgt. Der Körper reagiert auf dieser Unterversorgung, mit einer Gefäßwucherung. Die neuen Gefäße brechen durch die Basalmembran durch und wachsen in die Makula. Leider sind jedoch die meisten dieser neuen Gefäße undicht, so dass es zu Flüssigkeitsansammlungen in der Makula kommt - sogenannte Leckagen. Diese Leckagen führen zu einer Verwölbung der Makula und die Minderung der Sehschärfe.

Die Früherkennung und Therapie der Makuladegeneration

OCT und Netzhautfoto: Frühform der AMD. Clicken Sie aufs Bild für das Animationsvideo.

Die derzeit präziseste Methode zur Früherkennung der feuchten Makuladegeneration und deren Verlaufskontrolle sind Schichtaufnahmen der Netzhaut mittel OCT. Das OCT Verfahren steht für "optische Cohärenztomographie" und kann binnen weniger Sekunden und völlig berührungsfrei mikroskopisch kleine Veränderungen in der Makula detektieren noch bevor große Schäden entstanden sind. Im OCT können Vorstadien der feuchten AMD erkannt werden, um die Therapie frühzeitig einzuleiten. In einigen Fällen ist eine weiterführende Therapie mittels Gefäßdarstellung (Fluoreszenzangiographie) notwendig, um z.B. bei Sonderformen von Makuladegeneration die Quelle einer Leckage feststellen.

Kosten der OCT –Untersuchung ( Optische Cohärenz Tomographie)

Die Kosten für die OCT-Untersuchung werden als Goldstandard in der AMD-Diagnostik und Verlaufskontrolle mittlerweile von nahezu allen privaten Krankenversicherungen übernommen. Die OCT-Untersuchung wurde jedoch leider bis heute noch nicht in den Leistungskatalog gesetzlicher Krankenversicherungen aufgenommen. Daher darf sie nur als Selbstzahlerleistung erbracht werden. Die Kosten der OCT-Untersuchung bei Makuladegeneration betragen ca. 95 Euro.

Anti-VEGF-Injektionstherapie

IVOM: Medikamenteneingabe ins Auge.

Der wichtigste Grundsatz der Therapie bei feuchter Makuladegeneration ist eine schnelle und nachhaltige Therapie. Daher ist es wichtig, so früh wie möglich mit der Therapie zu beginnen und diese unter einer engmaschige Verlaufskontrolle mittels Schichtaufnahmen der Netzhaut (OCT) zu kontrollieren. Für die Therapie steht mittlerweile eine ganze Reihe von Medikamenten zur Verfügung. Diese gehören alle zu den sogenannten Gefäßwachstumshemmern (Anti-VEGF). Diese Substanzen "neutralisieren" in verschiedener Weise die Botenstoffe der Netzhaut, die das Wachstum neuer Gefäße anlocken. All Medikamente müssen mittels Injektion in das Augeninnere eingebracht werden. Die Therapieintervalle zwischen den Injektionen beträgt - je nach Medikament und Krankheitsverlauf - zwischen 4 und 12 Wochen.

Pegaptanib (MACUGEN ®- Pfizer )

Pagaptanib war der erste und bis heute einzige selektive Anti-VEGF (gegen pathologisches VEGF-A 165). Wahrscheinlich bedingt durch seine Selektivität wirkt Pegaptanib etwas langsamer als die anderen Substanzen. Daher findet Pegaptanib in unserem Augenzentrum nur noch bei den besonderen Fällen der AMD Anwendung bei denen ein erhöhtes Risiko für einen Riss im Pigmentepithel besteht (hohe und großflächige Pigmentepithelabhebungen).

Ranibizumab ( LUCENTIS ®- Novartis)

Ranibizumab bindet unselektiv an alle VEGF-Unterformen und wirkt relativ schnell. Daher ist Ranibizumab derzeit noch der weitverbreitetste zugelassene Wirkstoff in der Behandlung der feuchten Makuladegeneration und findet auch in unserem Augenzentrum häufig Anwendung.

Aflibercept (EYLEA ®- Bayer)

Aflibercept ist das neuste Medikament gegen die feuchte AMD. Sie bindet unselektiv an VEGF-A, VEGF-B und an den sog. "placental growth factor" PGF. In USA wird Aflibercept nach einer Initialtherapie von 3 Injektionen alle 4 Wochen, ein festes Therapieschema mit einer Injektion alle 8 Wochen für 2 Jahre begonnen. In Deutschland wird sich auch hier wahrscheinlich das bedarfsorientierte "Pro renata" Schema wieder durchsetzen.

Die Anwendung der Medikamente: die Intravitreale operative Medikamenteneingabe (IVOM)

Bei dieser Prozedur werden die o.g. Medikamente ins Augeninnere eingebracht. Die Injektion erfolgt in unserem Augenzentrum unter sterilen OP-Bedingungen. Vor der Injektion erfolgt eine Vorbetäubung des Auges um die Injektion schmerzfrei zu gestalten. Auf Wunsch können wir in unserem Augenzentrum auch einen kurzen Dämmerschlaf zur Injektion anbieten.

Die Therapiekosten

Erfahrungsgemäß werden die Therapiekosten für die feuchte Makuladegeneration von nahezu allen privaten Krankenkassen übernommen. Bei den gesetzlichen Krankenkassen besteht noch keine feste Erstattungsregelung. Daher müssen die kompletten Behandlungskosten zunächst privatärztlich in Rechnung gestellt werden und zur Erstattung vom Patienten selbst bei der Krankenkasse eingereicht werden. In der Regel werden jedoch die Medikamentenkosten auf jeden Fall übernommen. Bei den Behandlungskosten betragen die Erstattungshöhen erfahrungsgemäß zwischen 100% und 50% Prozent der Rechnungssumme.

Leistung Honorar (GOÄ)
Nachuntersuchungstermin ca. 30-50 €
OCT-Untersuchung ca. 95.- €
IVOM Injektionstherapie pro Injektion ca. 330,- €
 
 
Beratungshotline
(089) 4545 - 3040
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