Grauer Star Operation: Schonender mit dem Nanolaser

Der Graue Star ist eine Trübung der Augenlinse.
Grauer Star Operation Augenzentrum München

Die Operation des Grauen Stars im Augenzentrum in München erfolgt standardmäßig ambulant und in Tropfanästhesie - begleitet mit einem Dämmerschlaf. Betäubungsspritzen am Augen kommen somit nicht zum Einsatz.

Ein Augenverband muss nur ein Tag lang getragen werden. Es wird immer nur 1 Auge an einem Tag operiert. Die Standardversorgung des Grauen Star ist eine Kassenleistung.

Wahlweise kann die Operation anstelle der klassischen Ultraschalltechnik auch mit dem modernen  > Nanolaser erfolgen.  Beim Wunsch nach Brillenfreiheit kommen moderne > Multifokallinsen zum Einsatz. 

Die ultrafeine Nanolaser-Sonde wird nur einmal verwendet.
Nanolaser Cetus

Der Nanolaser - auch Nano-Cat oder Nano-Katarakt genannt - ist die neueste Entwicklung in der Linsenchirurgie:  Mittels ultrakurze Laserimpluse im Nanosekundenbereich kann die natürliche Linse verflüssigt und abgesaugt werden. Man spricht hier auch vom schonendem Kaltlaser-Verfahren.

Die sehr gut kontrollierbare Lasertechnik entwickelt wesentlich weniger Hitze und Erschütterung im Auge. Dies ist mit einer kürzeren Erholungszeit verbunden.

Das Video (2:07 min) erklärt die Operation des Grauen Stars mit Femtolaser zum Schneiden und Nanolaser zum Entfernen der alten Linse.

Grauer Star Operation mit Nanolaser im Augenzentrum in München

Das Video (9:33) präsentiert die wichtigsten Fakten zum Nanolaser und zeigt eine Grauer Star Operation mit Nanolaser im Augenzentrum in München

Voruntersuchungen vor der Grauen Star-Operation

Um sicherzustellen, dass Ihre Grauer Star-Operation zu einem bestmöglichen Behandlungserfolg führt, ist eine umfassende Eignungs- und Voruntersuchung besonders wichtig. Die Untersuchungen in unserem Augenzentrum werden mittels modernster diagnostischer Geräte durchgeführt. 

Auf den folgenden Seiten finden Sie wichtige Informationen zu den einzelnen Untersuchungen (kurze Beschreibung, Hinweise zur Vorbereitung, Ablaufbeschreibung, Bilder und Videos).

Optomap hilft bei der Früherkennung von Erkrankungen im hinteren Augenabschnitt.
Optomap hilft bei der Früherkennung von Erkrankungen oder Veränderungen im hinteren Augenabschnitt.
Mit der Spaltlampe wird vollständige klinische Untersuchung der Augen durchgeführt.
Mit der Spaltlampe wird vollständige klinische Untersuchung der Augen durchgeführt
Das Endothelmikroskop erlaubt Rückschlüsse auf die Vitalität der Hornhaut.
Das Endothelmikroskop erlaubt Rückschlüsse auf die Vitalität der Hornhaut.
Die optische Biometrie ermöglicht eine hochpräzise Vermessung des Augapfels.
Die optische Biometrie ermöglicht eine hochpräzise Vermessung des Augapfels.
Mit dem Autorefraktometer wird die Sehstärke (objektive Refraktion) automatisch ermittelt.
Mit dem Autorefraktometer wird die Sehstärke (objektive Refraktion) automatisch ermittelt.
Pentacam liefert diagnostische Daten des gesamten vorderen Augenabschnitts.
Pentacam liefert diagnostische Daten des gesamten vorderen Augenabschnitts.
Die Augendruckmessung erfolgt mittels Non-Contact-Tono-Pachymetrie.
Die Augendruckmessung erfolgt mittels Non-Contact-Tono-Pachymetrie.
Mit dem Scheitelbrechwertmesser wird die Brillenstärke automatisch gemessen.
Mit dem Scheitelbrechwertmesser wird die Brillenstärke automatisch gemessen.
 

Infovideos von Dr. Parasta über Grauer Star (Katarakt)

Zum Abspielen haben Sie folgende Möglichkeiten:

  1. Beim Klick auf Play Zeichen in der Mitte werden alle Videos abgespielt.
  2. Beim Klick auf das Menü-Symbol oben links öffnet sich die Playliste und Sie haben die Möglichkeit ein Video auszuwählen.
  3. Beim Klick auf den Titel des Videos oben rechts werden Sie zur Playliste auf unseren YouTube-Kanal weitergeleitet.

Die Operation des Grauen Stars (Katarakt) in unserem Augenzentrum erfolgt in über 98% der Fällen in reiner Tropfanästhesie (in Dämmerschlaf und ohne Spritzen am Auge).

Die Operation des Grauen Stars (Kataraktoperation) in unserem Augenzentrum, die i.d.R. zwischen 10 und 15 Minuten dauert, wird von unseren Patienten als nicht schmerzhaft empfunden. Dieser ambulante Eingriff wird mit einer sog. Analgosedierung (Dämmerzustand) begleitet. Diesen Zustand empfinden unsere Patienten als angenehm und stressfrei.

Durch den Einsatz von modernster computergeführter Technik ist die Operation des Grauen Stars sehr augenschonend. Über 95% unserer Patienten erreichen deshalb bereits am ersten Tag nach der Operation eine Sehschärfe, die zum Autofahren ausreichen würde. Das Autofahren ist jedoch erst dann wieder sicher, wenn beide Augen am Grauen Star operiert sind bzw. beide Auge eine für das Autofahren ausreichende Sehschärfe erreicht haben.

Der erste Nachschau nach der Operation erfolgt am nächsten Tag. Dies kann durch Ihren (Haus-)Augenarzt vor Ort erfolgen. 

Moderne Linsenimplantate können Brillen ersetzen

Dr. A.-M. Parasta, Augenchirurg (BDOC) und Ärztlicher Leiter des Augenzentrum

Über 75% unserer Patientien entscheiden sich für die brillenersetzenden Multifokallinsen. Diese modernen Linsen erlauben eine dauerhafte Korrektur der Fehlsichtigkeit für Ferne und Nähe und sind eine nachhaltige Alternative zur Gleitsichtbrillen.

Liegt ein Gauer Star (Katarakt) vor, so werden die Operationskosten i.d.R. von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen. Der Eigenanteil betrifft hauptsächlich die Kosten des Implantats und ist vom Wunsch des Patienten nach einer Brillenfreiheit und der Linsenstärke abhängig.

Mehr zu Multifokallinsen ...

 

 

Fakten und Kosten: Multifokallinsen im Augenzentrum in München

Verfahren Empfohlen OP-Preis pro Auge*
Multifokallinsen bei Grauem Star ab 1.365 Euro (ja nach Stärke und Typ)

Wie entsteht der Graue Star (Katarakt)?

Eintrübung der Linse.

Der Graue Star (Katarakt) bezeichnet die Trübung der Augenlinse Betrachtet man Menschen, die an einer fortgeschrittenen Katarakt erkrankt sind, kann man die graue Färbung hinter der Pupille erkennen, woher sich die Bezeichnung Grauer Star ableitet.

Bei einer Operation kann die getrübte Linse durch ein künstliches Linsenimplantat ersetzt werden Es kommt zu einer Abnahme der Sehschärfe und zunehmender Blendempfindlichkeit, da durch die Linsentrübung eine diffuse Brechung auftritt.

Ebenfalls reduziert sich das Sehvermögen bei geringem Kontrast, sodass die Patienten die Welt wie durch einen Grauschleier sehen. Gelegentlich werden auch Doppelbilder wahrgenommen, die beim Schließen des anderen Auges nicht verschwinden.

Bei Grauem Star werden um Lichtquellen Halos oder Lichthöfe beobachtet. Die Hell-Dunkel-Adaption des Auges ist verlangsamt.

Die trübe Augenlinse vermindert den Lichteinfall auf die Netzhaut: "Schattenbildung" dargestellt auf einem Optomap-Netzhautscan. Bild: Augenzentrum in München

Der Graue Star - medizinisch Cataract genannt - ist keine Erkrankung im engeren Sinne: Er bezeichnet vielmehr die zunehmende Verhärtung und Trübung der menschlichen Augenlinse im Alter. Die Verhärtung der Linse setzt bereits ab dem 40. Lebensjahr ein. Die fehlende Flexibilität der Linse erfahren wir als sogenannte Alterssichtigkeit.

In Deutschland wird der Graue Star meist zwischen dem 65. und 75. Lebensjahr operiert. Somit ist mit über 700.000 Operationen im Jahr die Behandlung des Grauen Star der häufigste und sicherste Eingriff in der gesamten Medizin geworden. Moderne Multifokallinsen ersetzen nach der Versorgung des Grauen Stars die Brille, sodass sich viele Patienten nach einer Operation auch von ihrer Gleitsicht- oder Lesebrille trennen können.

Im Augenzentrum in München werden ca. ambulante 2.000 Operationen des Grauen Stars in Tropfanästhsie durchgeführt.  

Wie entwickelt sich der Graue Star?

Der häufigste Grund für die Verhärtung und Trübung der Augenlinse ist die natürliche Alterung. In der Regel sind beide Augen betroffen, auch wenn ein Auge immer einige Monate "voraneilt".

Andere Faktoren wie z.B. Stoffwechselerkrankungen, Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Gefäßerkrankungen können die Entwicklung des Grauen Star beschleunigen. In seltenen Fällen können auch genetische Faktoren, Medikamente oder Strahlentherapien zu Sonderformen der Linsentrübung führen. In der Regel trübt sich die Linse sehr langsam ein, sodass dem Betroffenen die Abnahme seiner Sehschärfe vielleicht erst gar nicht auffällt.

Deshalb ist eine regelmäßige Untersuchung durch den Augenarzt zur Kontrolle der Sehschärfe sehr wichtig. Eine häufige Änderung der Sehstärke ist oft ein Anzeichen einer beginnenden Linsenveränderung. Oft kann dann auch mit einer neuen Brille keine bessere Sehschärfe erreicht werden. Hat die Trübung den sogenannten Kern der Linse erreicht, kann die Sehschärfe tatsächlich rapide abnehmen. Dies zeigt sich zunächst durch eine schlechtere Nachtsicht, eine erhöhte Blendempfindlichkeit oder einen höheren Lichtbedarf beim Lesen. Die Augen ermüden oft früher und ein längeres Lesen fällt dadurch schwer.

Wann sollte der Graue Star am besten operiert werden?

Bis in die 70er Jahre galt noch der Spruch: "Der Graue Star muss erst reifen, bevor er operiert werden kann".

Inzwischen sind die Operationsverfahren jedoch viel präziser und schonender geworden, sodass man heute nicht mehr erst die vollständige Verhärtung der Linse abwartet.

Die Erfahrung der letzten 30 Jahre hat gezeigt, dass die Komplikationsrate umso geringer ist, je früher die Versorgung erfolgt: Ein noch weicher Linsenkern lässt sich nämlich viel schonender versorgen, als eine bereits verhärtete Linse.

Im Sinne der Verkehrssicherheit muss immer eine Sehschärfe von mindestens 70% gegeben sein. Deshalb sollte eine Versorgung rechtzeitig erfolgen, damit die Fahrtüchtigkeit bewahrt bleibt.

Brillenfreiheit nach Graue Star Operation?

Lesen und Fernsicht ohne Brille.

Bei der Operation des Grauen Star wird die trüb gewordene natürliche Linse durch eine künstliche Linse ersetzt. Die neue Linse besteht aus einem weichen Kunststoff mit einer sehr hohen Beständigkeit und Lebensdauer von etwa 90 Jahren. Diese Linsenimplantate sind in zwei Ausführungen verfügbar: Die klassischen Modelle sind nicht vollkorrigierend, sodass sie immer eine Brille in der Ferne bzw. Nähe notwendig machen. Die modernen Linsen - die sogenannten Multifokallinsen - sind in der Lage, den Fernbereich und den Nahbereich zu versorgen. Auch Hornhautverkrümmungen können korrigiert werden. Somit machen die modernen Linsen das Benutzen einer Brille sehr oft überflüssig. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen allerdings nur den Anteil für die günstigste Form der klassischen Versorgung. Die Mehrkosten für die modernen Implantate müssen vom Patienten selbst getragen werden. Diese betragen in der Regel 1.800,- bis 2.500,- EUR für beiden Augen zusammen. Bei den Privatkassen ist eine vollständige Übernahme der Implantationskosten zwar immer häufiger, muss aber im Einzelfall beantragt werden.

Wie lange halten die Implantate? Kann sich die Sehstärke nach der Implantation ändern?

Multifokallinse von ZEISS (ZEISS ATLISA TRI)

Änderungen der Sehstärke beim Erwachsenen sind durch die Veränderungen der natürlichen Linse im Zuge ihrer Alterung und Verhärtung bedingt, die bereits ab dem 40. Lebensjahr einsetzen und in der Regel zwischen dem 65. und 75. Lebensjahr ihren Höhepunkt erreichen. Wird die natürlich Linse durch eine korrigierende Kunstlinse ausgetauscht, ist nicht mehr mit großen Änderungen der Sehstärke zu rechnen. Die Stärke der Kunstlinse ändert sich nach der Implantation nicht mehr. Die Linsenimplantate von namhaften Herstellern haben eine sehr hohe Beständigkeit, sodass sie heute sogar auch bei Kindern mit einem angeborenen grauen Star als Dauerlösung eingesetzt werden können. Wir gehen derzeit von einer optischen Stabilität von ca. 90 Jahren bei den modernen Linsenimplantaten aus.

Wann sollte man das zweite Auge operieren?

Sehr häufig wird die Linsentrübung an einem Auge früher auffällig als am zweiten Auge. Da die natürlichen Linsen beider Augen das gleiche biologische Alter haben, folgt das zweite Auge in der Regel binnen kurzer Zeit.

In Deutschland ist jedoch eine zeitgleiche Versorgung beider Augen unüblich. Um dem ersten Auge genügend Zeit zur Erholung zu geben, sollte das zweite frühestens eine Woche nach dem ersten Auge versorgt werden.

Wichtig: Ist eine Versorgung mit modernen Multifokallinsen gewünscht, dann sollte zwischen der Versorgung beider Augen nicht mehr als eine Woche liegen, da sonst der Unterschied zwischen den beiden Augen zu Beschwerden beim Sehen und bei der Gewöhnung an die neuen Sehverhältnisse führen kann.

Bei den klassischen Implantaten ist eine Brillenversorgung 6 Wochen nach der Operation möglich. Die Versorgung des zweiten Auges kann dann auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Allerdings ist ein Austausch der klassischen Implantate gegen moderne Multifokallinsen im Nachhinein nicht mehr möglich. Daher sollte die Entscheidung des Patienten über die Art der gewünschten Versorgung bei der OP-Planung vorliegen.

Grüner Star (Glaukom) und Grauer Star?

Grüner Star und Grauer Star Mit zunehmendem Alter wird die natürliche Linse immer "dicker" und nimmt so mehr Platz in Anspruch.

Gerade bei engen Abflussverhältnissen kann mit dem zunehmenden Grauen Star auch der Augendruck weiter ansteigen. So kann der Graue Star auch zu einem Grünen Star führen.

In solchen Fällen profitiert der Augendruck von einer Operation des Grauen Star, sodass der Augeninnendruck nach der Operation langfristig gesenkt wird und somit der Gefahr für einen Schaden am Sehnerv durch den Grünen Star effektiv vorgebeugt werden kann.

Auch bei Patienten mit Grünem Star ist - solange keine ausgedehnten Gesichtsfeldausfälle bis ans Sehzentrum vorhanden sind - eine Versorgung mit den modernen Multifokallinsen möglich. Somit könnten auch diese Patienten nach der Operation auf ihre Sehhilfen verzichten

Grauer Star: Der OP-Ablauf Ihrer Implantation von multifokalen Linsen in unserem Augenzentrum

Vorbereitung mit Augentropfen

Zur Vorbereitung Ihrer Augen tropfen Sie bitte 3 Tage vor der Operation 3 mal täglich entzündungshemmende Augentropfen. Am Operationstag bekommen Sie spezielle Augentropfen, die Ihre Pupille für die nächsten 3-4 Stunden erweitern.

Am OP-Tag

Heute verlieren Sie Ihre Fehlsichtigkeit: Zur Vorbereitung bekommen Sie nun Augentropfen, die die Augenoberfläche betäuben und auf Wunsch ein leichtes Beruhigungsmittel. Bei der Behandlung liegen Sie auf einer bequemen Liege. Ihr Operateur sitzt am Kopfende Ihrer Liege und erklärt Ihnen jeden einzelnen Schritt der Linsenoperation.

1. Sterile Abdeckung Ihrer Augenpartie

Ein leichtes Papiertuch deckt nun Ihre Augenpartie steril ab. Sie spüren einen Frischluftstrom unter dem Tuch. Ein sanfter Lidöffner sorgt dafür, dass Sie die Augen während der Behandlung leicht offen halten können und verhindert ein unwillkürliches Blinzeln.

2. Entfernung der eigenen Linse

Nun wird mit einer dünnen Ultraschallsonde die Augenlinse nach und nach verflüssigt und abgesaugt. Während dieses Vorgangs können Sie ein leichtes Druckgefühl verspüren und verschiedene Lichtstärken und Farben wahrnehmen. Sie spüren jedoch zu keiner Zeit Schmerzen. 


3. Einsetzen der Linse

Sie sehen das helle Licht der Mikroskoplampe über Ihrem Kopf. Sie spüren nun lediglich, dass Ihr Operateur Ihr Auge etwas hin- und herbewegt. Sobald die Linse hinter der Pupille platziert wird, spüren Sie für 2-3 Minuten wieder ein leichtes Druckgefühl. Während dieser Phase positioniert Ihr Operateur Ihre neue Linse und spült noch einmal die Linsenkapsel.

4. Gratulation - Sie haben es geschafft!

Sie bekommen jetzt einen Augenverband für eine Nacht. Ein leichtes Brennen oder Kratzgefühl während der nächsten 3-4 Stunden ist normal. Darüber hinaus erhalten Sie noch eine Tablette, die Ihren Augendruck in den nächsten Stunden etwas senkt, um die Erholung Ihrer Augen zu beschleunigen.

5. Nachsorgetermin am nächsten Tag

Am nächsten Morgen sehen Sie in der Regel schon besser. Die Sehschärfe wird in den nächsten 7 bis 10 Tagen jeden Tag etwas besser. 

Fragen und Antworten zum Grauen Star und zur Linsenimplantation im Augenzentrum in München

Hier finden Sie eine Auswahl der häufigsten Fragen in unserer Beratungsprechstunde zum Thema Multifokallinsen und Linsenimplantation:

Was passiert, wenn sich meine Sehstärke nach einer Linsenimplantation mit Multifokallinsen im Laufe der Jahre ändert bzw. meine Alterssichtigkeit zunimmt?

Die natürliche Alterssichtigkeit / Altersweitsichtigkeit entsteht durch eine Alterung und Versteifung der natürlichen Augenlinse: Die körpereigene Linse verändert durch die Alterung ihre Form und ihre Flexibiltät. Damit ändert sich im Normalfall auch die Sehstärke mit zunehmendem Alter. Nach dem Austausch der natürlichen Linse durch eine Multifokallinse wird jedoch dieser Prozess der Alterung "eingefroren": Die Kunstlinse verändert ihre Stärke nicht und wirkt in allen Brennweiten auch im Laufe der Jahre konstant. Eine große Schwankung der Sehstärke (Dioptriezahl) nach einer Implantation ist daher sehr unwahrscheinlich. Wir verwenden in unserem Augenzentrum nur Multifokallinsen von etablierten und namhaften Herstellern (wie Carl Zeiss), die eine langfristige Stabilität der Linsen garantieren können. 

 
Kann ich davon ausgehen, dass ich nach einer Grauer Star Opertion und Implantation von Multifokallinsen bis ins hohe Alter gut sehen kann?

Ja, natürlich vorausgesetzt, daß andere Organe des Auges im Alter gesund bleiben und nicht erkranken bzw. keine frühzeitige Alterung aufweisen. Die Erfahrung aus über 30 Jahren moderner Linsenchirugie zeigt: Die Linsenimplantation an sich bringt eine stabile Versorgung des optischen Systems des Auges bis ins hohe Alter mit sich. Um eventuell vorbestehende Erkrankungen des Auges auszuschließen, untersuchen wir vor jeder Linsenimplantation im Augenzentrum in München Ihre Augen sehr eingehend von der Hornhaut bis zur Netzhaut.

Wie lange "funktioniert" eine Multifokallinse gut im Auge? Muss sie irgendwann wieder ausgetauscht bzw. erneuert werden?

Die "Lebensdauer" der modernen Multifokallinsen wird auf ca. 90 Jahre geschätzt. Theoretisch müssten ca. 90 Jahre nach der Implantation Trübungen in der Linse zu entdecken sein. Trübungen oder andere "Verschleisserscheinungen" wurden bis jetzt bei den aktuell verwendeten Materialien weltweit noch nicht beobachtet. 

Kann ich nach der Linsenimplantation wieder einen Grauen Star bekommen?

Nein, die Entwicklung eines Grauen Stars bleibt Ihnen sozusagen "erspart": Der Graue Star ist eine altersbedingte Trübung der Augenlinse. Nach dem Ersetzen Ihrer Augenlinse durch eine Multifokallinse, können Sie keinen Grauen Star mehr bekommen. Durch die natürliche Veränderung der Linsenkapsel kann sich jedoch ein sogenannter "Nachstar" einstellen, der sich durch eine spezielle Laserbestrahlung innerhalb weniger Minuten wieder beheben lässt.

Aus welchem Material werden die multifokalen Linsen hergestellt?

Die Multifokallinsen werden aus biologisch kompatiblem Acrylat hergestellt. Dieses Material wird von unserem Immunsystem nicht als Fremkörper erkannt und wird daher ab der 1. Minute der Implantation als körpereigen empfunden.

Was kann ich nach der Implantation erwarten? Welche Tätigkeiten kann ich ohne Brille machen?

Internationale Studien zeigen, dass nach der Implantation von Multifokallinsen ca. 90% des Alltags ohne eine Sehhilfe mühelos gemeistert werden können. Dies deckt sich auch mit der Erfahrung unserer Patienten im Augenzentrum in München. 

Während Ihrer Erstuntersuchung im Augenzentrum in München findet eine eingehende Besprechung und Analyse Ihrer "Sehbedürfnisse" mit Ihrem Operateur statt. Diese Informationen sind entscheidend für die Wahl des richtigen Linsentyps. Unsere Erfahrung in der Wahl des richtigen Linsentyps hilft Ihnen, ein effektives Ergebnis nach Ihrer Linsenimplantation zu bekommen.

Spüre ich eine implantierte Multifokallinse in meinem Auge? 

Nein. Da die künstliche Linse am Platz Ihrer natürlichen Linse positioniert wird, werden Sie Ihre neue Linse nie spüren können. Ein Fremdkörpergefühl entsteht immer nur durch eine Reizung der Augenoberfläche, wie z.B. durch ein Sandkorn. Im Bereich der Linse dagegen gibt es im Auge keine Nerven, die ein Fremdkörpergefühl oder gar die Wahrnehmung eines Fremdkörpers melden könnten. Ihre neue Linse wird daher nicht anders empfunden, als ihre eigene natürliche Linse. Im Augenzentrum in München verwenden wir die jeweils neusten Verfahren der Linsenimplantation, die eine sehr schnelle Erholung des Auges nach der Implantation ermöglichen. 

Sieht man meine implantierte Multifokallinse nach einer Grauen Star Operation von Aussen? Sieht mein Auge nach der Linsenimplantation anders aus als vorher?

Nein, da Ihre neue Multifokallinse hinter der Pupille positioniert wird, ist sie von aussen nicht sichtbar. Bei genauerem Hinschauen kann lediglich eine dunklere Pupille auffallen. Da die Multifokallinsen etwas klarer als die natürlichen Linsen sind, wirkt das Auge nach einer Linsenimplantation etwas "strahlender".

Durch diese beiden Phänomene können die Augen etwas mehr "Glanz" gewinnen und etwas strahlender wirken. Der Grund für diesen neuen Glanz in Ihren Augen bleibt aber Ihr Geheimnis ;-).