Ist SMART Pro „sicherer“ als LASIK Pro?
Beide sind sehr sicher. SMART Pro vermeidet flap-spezifische Risiken und erhält die Biomechanik vorteilhaft; LASIK erholt sich schneller. Entscheidend ist Ihre individuelle Eignung.
Nach allen Verfahren möglich. Bei SMILE/SMILE Pro sind Trockenheitssymptome im Mittel oft geringer als bei LASIK. Mit unserem Tränenfilm-Protokoll beugen wir vor und behandeln gezielt.
In den ersten Wochen möglich, meist vorübergehend. Sorgfältige Zentrierung, geeignete optische Zonen und topografisch optimierte Abtragungen unterstützen klare Abbildungsqualität.
Selten klinisch relevant. Bei Bedarf sind Nachkorrekturen möglich (siehe Vergleichstabelle)
Sehr selten. Bei Oberflächenverfahren besteht ein kurzes „Wundfenster“, welches durch moderne Protokolle (Hygiene, Tropfenschema) sicher begleitet wird.
Unter heutigen Protokollen und mit Mitomycin-C nach Indikation selten und in der Regel gut therapierbar.
Insgesamt sehr selten. Konsequentes Eignungs-Screening ist entscheidend. Oberflächenverfahren gelten biomechanisch als günstig; SMILE/SMILE Pro liegt ebenfalls günstig, LASIK ungünstiger durch den Flap.

Bei Ihrem 1-stündigen Termin prüfen wir alle aktuellen Laser- und Linsenverfahren. Gemeinsam besprechen wir alles, was für Ihre Entscheidung wichtig ist.
TerminKontaktlinsen
Durch jahrelanges Tragen von Kontaktlinsen kann die Hornhaut stark belastet sein. Weil die Kontaktlinsen wie ein mechanischer Verschluß wirken, können Nährstoffe nicht mehr so gut an die Hornhautoberfläche gelangen. Es kommt zu einer Unterversorgung und Entzündungserscheinungen können die Folge sein. Durch häufig auftretende Entzündungen und permanent schlechte Nährstoffversorgung können die Zellen der Hornhaut geschädigt werden.
Bleibt eine Schädigung der Hornhautzellen unentdeckt, kann das zu einem schlechten Sehergebnis nach einer Augenlaser-Behandlung führen. Deshalb ist es wichtig, bei einer OP-Voruntersuchung auf jeden Fall die Endothelzelldichte zu prüfen. Um die Sicherheit Ihrer Augenlaser-OP zu gewährleisten und ein gutes Ergebnis zu erreichen, gehört bei MUNICH EYE Augenzentrum München die genaue Untersuchung der Endothelzellen der Hornhaut zum Standard.
Kontaktlinsen-Unverträglichkeit und Trockene Augen
Häufiges und langes Kontaktlinsentragen kann sogar zu einer Unverträglichkeit führen. Durch die Unterversorgung verschlechtert sich die Beschaffenheit des Tränenfilms. Die Folge: Trockene Augen. Das Paradoxe daran: Trägt man die Kontaktlinsen weiter - die ja der Grund für die schlechte Nährstoffversorgung sind - fallen die Symptome Trockener Augen weniger auf. Ein Teufelskreis entsteht und am Ende ist die Hornhaut häufig so geschädigt, dass von Kontaktlinsentragen abgeraten werden muss.
Entscheidet man sich dann für eine Dauerkorrektur mit Augenlasern, ist die geschädigte Hornhaut aber meist ein Ausschlusskriterium. Das Lasern würde die Hornhaut noch weiter strapazieren und es ist kein gutes Sehergebnis zu erwarten.
Flache Hornhaut
Ist die Krümmung der Hornhautoberfläche zu flach, – egal ob anatomisch bedingt oder durch Kontaktlinsen ausgelöst – ist Augenlasern nicht das optimale Verfahren. Durch das Lasern würde die Oberfläche noch weiter abgeflacht werden.
Zum einen hätte das zur Folge, dass dadurch optisch bedingte Lichtbrechungen wie Halos und Strahlenkränze auftreten, die das Sehergebnis vor allem nachts und bei Dämmerung verschlechtern. Zum anderen wird durch die weitere Abflachung das Sehen in den Entfernungen beeinflusst, was zu einem früheren Eintritt der Alterssichtigkeit führen kann.
Hornhauterkrankungen z.B. Keratokonus/Keratotorus
Bei Hornhauterkrankungen wie z.B. Keratokonus oder Keratotorus werden Augenlaser-Methoden nicht zur Sehkorrektur angewendet. Der Grund: Durch die Erkrankung verändert sich die Hornhaut stetig, wölbt sich kegelartig nach vorne und wird mit der Zeit immer dünner. Eine Möglichkeit zur dauerhaften Sehkorrektur bietet in diesem Fall eine ICL Implantation, bei der hauchdünne Linsen ins Auge implantiert werden. Vorab sollte aber immer eine Behandlung des Keratokonus/Keratotorus (z.B. mit iCXL Iontophorese Crosslinking) abgeschlossen sein.
Abweichung von der gewünschten Sehstärke
Als hochspezialisiertes Zentrum verwenden wir die modernste Technik zur Bestimmung der Sehstärken und zur exakten Analyse der Hornhaut. Daher sind Abweichungen von der gewünschten Sehstärken – bei gesunden Augen – in unserem Zentrum mit unter einem Promill der Fälle eine höchste Seltenheit.
Sehschwankungen
Sehschwankungen sind abhängig von der Ausgangsstärke. Sie sind so viele Wochen normal, wie man vorher Dioptrien hatte. Also z.B. bei -3 Dpt ca. 3 Wochen. Diese sind besonders in den ersten Tagen spürbar. Die Augen ermüden in dieser Zeit auch schneller als gewöhnlich.
Halos / Strahlenkränze
Wichtig bei der Voruntersuchung zu einer Laser-OP ist die Überprüfung der Pupillengröße. Denn: Je größer die Pupille, desto mehr Licht kommt ins Auge, v.a. nachts und bei Dämmerung.
Der korrigierende Abtrag wird nur in der Mitte der Hornhaut, der sog. optischen Zone, vorgenommen. Wird aber die Pupille bei Dunkelheit größer als dieser Bereich, gelangt an den Rändern unkorrigiertes Licht ins Auge und sorgt für Unschärfen, Doppelbilder, Strahlenkränze oder Halos.
Reizungen und Trockene Augen
Durch die Bearbeitung der Hornhautoberfläche beim Lasern können Reizzustände entstehen, die wiederum zu Trockenen Augen führen. Besonders in den Tagen nach einer Laser-OP ist eine ausreichende Benetzung ganz wichtig, um die Hornhaut bei der Heilung zu unterstützen und Kratz- und Fremdkörpergefühle zu lindern.
Alterssichtigkeit
Im Laufe der Zeit können durch die Laser-Behandlung bedingt sog. Verziehungen in der Hornhaut entstehen, die über die Jahre zunehmen. Je mehr Gewebe bei der Korrektur abgetragen werden muss, desto größer sind die Veränderungen des Hornhaut-Gewebes mit der Zeit. Wenn solche Hornhaut-Verziehungen entstehen, ist bei späterem Eintritt der Alterssichtigkeit keine Versorgung mit multifokalen oder isofokalen Linsen mehr möglich.
Infektionen
Infektionen gehören zu den ernstzunehmenden Komplikationen nach jeder Operation.
Der Bundesdurchschnitt von Augeninfektionen nach einer Operation liegt bei 0,01% bis 0,23% aller Augenoperationen je nach Zentrum und Bundesland.
Bei MUNICH EYE liegt die Zahl der Augeninfektionen nach einer Augenlaser-Behandlung seit 2007 mit NULL Fällen bis dato weit unter dem Bundesdurchschnitt. Dies liegt an unseren sehr strengen Standards für Hygiene und Infektionsschutz:
| Thema | SMART Pro (No-Touch, kein Flap) | LASIK/Femto-LASIK | SMILE/SMILE Pro (kleine Inzision, Lentikel) |
| Schnitt/ Geometrie | Oberfläche, ohne Flap/Interface | Flap (vordere Lamelle) | Cap mit kleiner Inzision, Lentikel im Stroma |
| Spezifische OP-Risiken | kein Flap, kein Interface → keine flap-typischen Probleme | Flap-bezogen: Verschiebung/Falten, Epithel-Einwachsung (v. a. beim Relift) | Lentikel-/Cap-bezogen: retinierte Lentikel-Fragmente, falsche Dissektionsebene, Saugverlust; selten Interface-Entzündung |
| Trockene Augen | meist moderat/zeitlich begrenzt | tendenziell häufiger | im Mittel milder als LASIK |
| Haze | selten (moderne Protokolle, MMC) | praktisch kein Haze | sehr selten |
| Infektionen | sehr selten (kurzes Oberflächen-Wundfenster) | sehr selten | sehr selten |
| Biomechanik/ Ektasie | günstig (keine vordere Lamelle getrennt) | ungünstiger (Flap schwächt vorn) | günstig-mittel (flap-frei) |
| Heilung/ Alltag | einige Tage (Epithel wächst nach) | sehr schnell (oft 24–48 h) | mittel (schnell, aber nicht so rasch wie LASIK) |
| Nachkorrektur (Enhancement) | erneutes SMART Pro nach Stabilität möglich | Flap-Relift oder Oberflächen-Nachkorrektur (Relift: ↑ Risiko Epithel-Einwachsung) | PRK/SMART-Typ über dem Cap oder CIRCLE/Flap-Konversion/Femto-LASIK – wirksam & sicher, Erholung ggf. langsamer |
Keine Flap-Risiken, starke Biomechanik:
SMART Pro arbeitet ohne Schnitt/Flap. Das ist vorteilhaft bei Kontakt-/Risikosport, Reibungs- oder Trauma-Risiko und für die langfristige Stabilität der Hornhaut.
No-Touch & optimierte Oberfläche:
Moderne Protokolle (inkl. Mitomycin-C nach Indikation) liefern vorhersehbare, stabile Ergebnisse mit niedrigen Haze-Raten.
Vergleichbare Endergebnisse, transparentes Risikoprofil:
Nach 12 Monaten sind die Ergebnisse zu LASIK meist gleichwertig; wir wählen bewusst das Setting ohne Flap-Spezifika.
Klare Nachkorrektur-Strategie:
Re-SMART Pro ist möglich, ohne Flap-Relift. Zum Vergleich: LASIK-Relift birgt ein erhöhtes Einwachsungs-Risiko; SMILE-Enhancements erfolgen über PRK/SMART-Typ oder CIRCLE/Flap-Konversion.
Eine Augenlaserbehandlung führt immer zwangsläufig zu einer Ausdünnung der Hornhaut. Daher sollte man vor einer Augenlaserbehandlung die Hornhaut auf Instabiltäten und Unregelmäßigkeiten untersuchen. Die zuverlässigste Methode ist die Untersuchung mit einem sogenannten digitalen Scheimpflug-System (z.B. Oculus Pentacam). Diese Untersuchung analysiert sowohl die Vorderfläche als auch die Rückfläche der Hornhaut und kann Unregelmäßigkeiten sehr früh und präzise entdecken.
Eine Augenlaserbehandlung kann bei einer vorhandenen Instabilität oder übersehenem Keratokonus zu einer krankhaften Vorwölbung der Hornhaut (Keratoektasie) führen. Diese kann noch Jahre nach der ersten Behandlung auftreten.

Ein weiterer Schwerpunkt unseres Augenzentrums liegt auf Korrektur- und Folgebehandlungen nach bereits erfolgten Eingriffen. Patientinnen und Patienten wenden sich an uns, wenn sie nach einer Vorbehandlung – etwa im Ausland oder bei einem anderen Anbieter – eine weiterführende medizinische Betreuung oder Optimierung wünschen.
Die Keratoektasie ist erfreulicherweise behandelbar:
Wenn die Keratoektasie frühzeitig erkannt wird, kann durch eine sogenannte Crosslinking-Therapie das Hornhautgewebe vernetzt und somit "verstärkt" werden. Dies führt zu einer Stabilsierung der Hornhaut, sodass eine weitere Vorwölbung der Hornhaut damit aufgehalten werden kann.
Die Güte einer Augenlaserbehandlung zeigt sich oft in der Dämmerung und in der Nacht, wenn die Pupille ihre maximale Weite erreicht. Daher ist es sehr wichtig, dass vor einer Augenlaserbehandlung die Pupillenweite im Dunkeln mit einem sogenannten digitalen Pupillometer gemessen wird und die optische Zone der Behandlung auf diese Pupillenweite abgestimmt wird.
Generell wird die echte optische Zone einer Augenlaserbehandlung kleiner, je mehr Kurzsichtigkeit behandelt wird. Somit ist die wirksame optische Zone bei einer Behandlung von -4 Dioptrien größer, als bei einer Behandlung von -8 Dioptrien.
Als Faustregel gilt: Bei einer Standardbehandlung (LASIK / Femto-LASIK) muss man ab einer Myopie von -6,5 Dpt von einem ungünstigen Einfluss der Augenlaser Behandlung auf die optische Zone ausgehen.

… wenn die optische Zone zu klein gewählt worden ist und Lichtstreuphänomene wie Halos entstanden sind?
Zunächst ist die Heilung des Flaps 3 Monate nach Erstbehandlung abzuwarten, um sicher zu stellen, dass die Probleme auch wirklich von der optischen Zone her rühren. Zur Vergrößerung der optischen Zone ist eine spezielle Technologie erforderlich, die eine Topographie gesteuerte Vergrößerung der optischen Zone erlaubt (T-CUT). Diese Technik ist in unserem Augenzentrum verfügbar und wird bei Reparaturbehandlungen bei auswärtigen Erstbehandlungen mit großem Erfolg eingesetzt.


Beide sind sehr sicher. SMART Pro vermeidet flap-spezifische Risiken und erhält die Biomechanik vorteilhaft; LASIK erholt sich schneller. Entscheidend ist Ihre individuelle Eignung.
In den ersten 24-48 Stunden können die Augen brennen/tränen; danach rasche Besserung. Wir steuern dies mit Entzündungs-/Schmerz- und Tränenfilm-Protokollen. Haze ist heute selten und gut behandelbar.
Nach Stabilisierung:
Die optimalen Bedingungen für die Minimierung aller Behandlungsrisiken sind unserer Erfahrung nach:
Wir nehmen es sehr genau mit Ihrer Langzeitsicherheit: Im roten und grauen Bereich führen wir keine Laserbehandlungen durch, da hier der Abtrag zu tief und die optische Zone zu klein geraten kann. Sie finden hier horizontal die Gesamtdioptrien die abgetragen werden müssen und vertikal die zentrale Hornhautdicke:
Erklärung der Tabelle
Kurzsichtigkeit mit einer Hornhautverkrümmung bis 4 Zyl Dpt: Sichere und optimale Ergebnisse sind bei Kurzsichtigkeit bis -6,50, einem Hornhautrestbett von > 300 µm und einer Pupillenweite unter 8,00 mm zu erwarten.
Im grünen Bereich ist eine LASIK-Behandlung empfehlenswert.
Im gelben Bereich ist eine LASIK noch sicher möglich, die ICL-Implantation sollte jedoch als Alternative erwogen werden.
Im roten Bereich führen wir im Augenzentrum keine LASIK-Behandlung durch. Hier wäre eine sichere Nachkorrektur im Bedarfsfall nicht mehr möglich.
Bei Weitsichtigkeit müssen weitere Parameter berücksichtigt werden. Daher ist Weitsichtigkeit in dieser Tabelle nicht dargestellt.


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