Ursachen und Korrektur der Altersweitsichtigkeit (Presbyopie)

Die Alterssichtigkeit (Altersweitsichtigkeit, Presbyopie) ist keine Krankheit, sondern die Folge einer physiologischen Alterung der Augenlinse.

Eine operative Korrektur der Alterssichtigkeit (Altersweitsichtigkeit, Presbyopie) mit Multifokallinsen ist eine Alternative zu Nah- oder Gleitsichtbrillen, um eine dauerhafte Brillenfreiheit zu erzielen. 

Infovideos von Dr. Parasta über Alterssichtigkeit

  • Wer kann an Alterssichtigkeit erkranken?
  • Für welchen Zeitraum hilft die Korrektur der Alterssichtigkeit mit Multifokallinsen?
  • Was passiert bei der Operation der Alterssichtigkeit?
  • Wie kann die Alterssichtigkeit behandelt werden?
  • Kann auch Alterssichtigkeit korrigiert werden?
  • Multifokallinsen - Alternative zum Augenlasern bei Alterssichtigkeit
Wer kann an Alterssichtigkeit erkranken?
Alterssichtigkeit verständlich erklärt von Dr. med. A. M. Parasta Augenchirurg und Ärztlicher Leiter des Augenzentrum in München Mehr Informationen zur Alterssichtigkeit finden Sie unter http://www.augenzentrum.net/alterssichtigkeit.html

Schonende Korrektur der Alterssichtigkeit mit Hilfe des Nanolasers

Der Nanolaser ist die neuste Entwicklung in der Linsenchirurgie:  Mittels ultrakurzen Laserimplusen im Nanosekundenbereich kann die natürliche Linse verflüssigt und abgesaugt werden. Man spricht hier auch vom schonenden Kaltlaser-Verfahren.

Die neue Nano-Lasertechnik entwickelt wesentlich weniger Hitze und Erschütterung im Auge. Dies ist mit einer kürzeren Erholungszeit nach der Implantation von Multifokallinsen verbunden.

Dauerkorrektur der Alterssichtigkeit (Altersweitsichtigkeit, Presbyopie) und andere Sehfehler in Einem

Die natürliche Linse verändert Ihre Stärke durch die Veränderung Ihrer Form und Ihres Durchmessers. Durch die "Versteifung" der natürlichen Augenlinse nimmt diese Dynamik allmählich ab. Je steifer die natürliche Linse wird, desto weiter weg "greift" die Sehschärfe. Daher wird die Alterssichtigkeit als Altersweitsichtigkeit bezeichnet.

Die Dauerkorrektur der Alterssichtigkeit besteht im Ersatz der versteiften Linse durch eine sogenannte Multifokallinse. Diese Linsen sind zwar nicht elastisch wie die natürliche Linse, sie verfügen jedoch über mehrere Bereiche mit unterschiedlichen Stärken. Somit steht für jeden Abstandsbereich eine dafür geeignete Optik zur Verfügung.

Das Ergebnis ist die Schärfe in der Ferne, im mittleren Abstandsbereich, und in der Nähe (Lesen). 

Moderne Multifokallinsen sind in der Lage Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und die Altersweitsichtigkeit "in einem Zug" zu korrigieren. Daher decken Multifokallinsen über 90% des Alltagsbedarfs ab.

>> Lesen Sie weiter über Multifokallinsen zur Korrektur der Alterssichtigkeit. 

Eignungscheck für Augenlasern und Linsenimplantation

  • Wenn Sie erfahren möchten, ob Sie für eine Augenlaser-Behandlung oder eine Linsenimplantation geeignet sind, füllen Sie bitte unseren kurzen Eignungscheck aus.
  • Sie erhalten von uns eine erste Auswertung und ein unverbindliches Angebot für die Dauerkorrektur Ihrer Fehlsichtigkeit per E-Mail.
  • Dieser Eignungscheck kann eine ausführliche Augenuntersuchung natürlich nicht ersetzen, aber er hilft Ihnen herauszufinden, ob für Sie grundsätzlich eine Augenlaser-Behandlung oder eine Linsenimplantation in Frage kommen würde.
  • Gerne informieren wir Sie auch persönlich bei einer unverbindlichen Erstberatung durch unsere erfahrenen Refraktivberater über die Dauerkorrektur Ihrer Fehlsichtigkeit.

Die häufigsten Fragen zur Altersweitsichtigkeit

Was passiert, wenn sich meine Sehstärke nach einer Linsenimplantation mit Multifokallinsen im Laufe der Jahre ändert bzw. meine Alterssichtigkeit zunimmt?

Die natürliche Alterssichtigkeit / Altersweitsichtigkeit entsteht durch eine Alterung und somit Versteifung der natürlichen Augenlinse: Die natürliche Augenlinse verändert durch die Alterung ihre Form und ihre Flexibiltät. Damit verändert sich im Normalfall auch die Sehstärke mit zunehmendem Alter. Nach dem Austausch der natürlichen Linse durch eine Multifokallinse wird jedoch dieser Prozess der Alterung "eingefroren": Die Kunstlinse verändert ihre Stärke nicht und wirkt in allen Brennweiten auch im Laufe der Jahre konstant. Eine große Schwankung der Sehstärke (Dioptriezahl) nach einer Implantation ist daher sehr unwahrscheinlich. Wir verwenden in unserem Augenzentrum nur Multifokallinsen von etablierten und namhaften Herstellern (wie Carl Zeiss), die eine langfristige Stabilität der Linsen garantieren können.

Kann ich davon ausgehen, dass ich nach einer Implantation von Multifokallinsen bis ins hohe Alter gut sehen kann?

Ja, natürlich vorausgesetzt, daß andere Organe des Auges im Alter gesund bleiben und nicht erkranken bzw. keine frühzeitige Alterung aufweisen. Die Erfahrung aus über 30 Jahren moderner Linsenchirurgie zeigt: Die Linsenimplantation an sich bringt eine stabile Versorgung des optischen Systems des Auges bis ins hohe Alter mit sich. Um eventuell vorbestehende Erkrankungen des Auges auszuschliessen, untersuchen wir vor jeder Linsenimplantation in unserem Augenzentrum Ihre Augen sehr eingehend von der Hornhaut bis zur Netzhaut.

Wie lange "funktioniert" eine Multifokallinse gut im Auge? Muss sie irgendwann wieder ausgetauscht bzw. erneuert werden?

Die "Lebenszeit" der modernen Multifokallinsen wird auf ca. 90 Jahre geschätzt. Theoretisch müssten ca. 90 Jahre nach der Implantation Trübungen in der Linse zu entdecken sein. Trübungen oder andere "Verschleisserscheinungen" wurden bis jetzt bei den aktuell verwendeten Materialien weltweit noch nicht beobachtet.

Kann ich nach der Linsenimplantation einen Grauen Star bekommen?

Nein, die Entwicklung eines Grauen Stars bleibt Ihnen sozusagen "erspart": Der Graue Star ist eine altersbedingte Trübung der Augenlinse. Nach dem Ersetzen Ihrer Augenlinse durch eine Multifokallinse, können Sie keinen Grauen Star mehr bekommen. Durch die natürliche Veränderung der Linsenkapsel kann sich jedoch ein sogenannter "Nachstar" einstellen, die sich durch eine spezielle Laserbestrahlung innerhalb weniger Minuten wieder beheben lässt.

Aus welchem Material werden die multifokalen Linsen hergestellt?

Die Multifokallinsen werden aus biologisch kompatiblem Acrylat hergestellt. Dieses Material wird von unserem Immunsystem nicht als Fremdkörper erkannt und wird daher ab der 1. Minute der Implantation als körpereigen empfunden.

Was kann ich nach der Implantation erwarten? Welche Tätigkeiten kann ich ohne Brille machen?

Internationale Studien zeigen, dass nach der Implantation von Multifokallinsen ca. 90% des Alltags ohne eine Sehhilfe mühelos gemeistert werden können. Dies deckt sich auch mit der Erfahrung unserer Patienten in unserem Augenzentrum.
Während Ihrer Erstuntersuchung in unserem Augenzentrum findet eine eingehende Besprechung und Analyse Ihrer "Sehbedürfnisse" mit Ihrem Operateur statt. Diese Informationen sind entscheidend für die Wahl des richtigen Linsentyps. Unsere Erfahrungen in der Wahl des richtigen Linsentyps helfen Ihnen, ein effektives Ergebnis nach Ihrer Linsenimplantation zu bekommen.

Spüre ich eine implantierte Multifokallinse in meinem Auge?

Nein. Da die Linse am Platz Ihrer natürlichen Linsen positioniert wird, werden Sie Ihre neue Linse nie spüren können. Ein Fremdkörpergefühl entsteht immer nur durch eine Reizung der Augenoberfläche, wie z.B. durch ein Sandkorn. Im Bereich der Linse dagegen gibt es im Auge keine Nerven, die ein Fremdkörpergefühl oder gar die Wahrnehmung eines Fremdkörpers melden könnten. Ihre neue Linse wird daher nicht anders empfunden, als ihre eigene natürliche Linse. In unserem Augenzentrum verwenden wir die jeweils neuesten Verfahren der Linsenimplantation, die eine sehr schnelle Erholung des Auges von der Implantation ermöglichen.

Sieht man meine implantierte Multifokallinse von Aussen? Sieht mein Auge nach der Linsenimplantation anders aus als vorher?

Nein, da Ihre neue Multifokallinse hinter der Pupille positioniert wird, ist sie von aussen nicht sichtbar. Bei genauerem Hinsehen, kann lediglich eine dunklere Pupille auffallen. Da die Multifokallinsen etwas klarer als die natürlichen Linsen sind, wirkt das Auge nach einer Linsenimplantation etwas "strahlender".

Durch diese beiden Phänomene können die Augen etwas mehr "Glanz" gewinnen und etwas strahlender wirken. Der Grund für diesen neuen Glanz in Ihren Augen bleibt aber ihr Geheimnis ;-).

Ihre Fragen und Antworten


Frage von C. U. aus Ehemals München Messestadt, jetzt in Andalusien, Spanien:

Kann es sein, dass mein linkes Auge noch nach ca. 5 Jahren nach der Implantation einer Multifocallinse einen Nachstar bekommt?

In meinem linken operierten Auge bemerke ich seit ca. einem halben Jahr eine "Art Schliere/Schleier" in der Mitte des Sehstrahls. Wenn ich die Haut rund um das Auge straffe, wird die Beeinträchtigung geringer oder verschiebt sich. Dann sehe ich auch wieder klar, bis ich los lasse.
Ist das noch ein s.g. Nachstar?

Beeinträchtigt fühle ich mich nur, wenn ich etwas in der Ferne genau sehen möchte und natürlich beim Autofahren.
Ich bin zwischenzeitlich 63 Jahre alt.

Nachstar nach Multifokalllinsen

Grundsätzlich reagieren Multifokallinsen gegenüber einer Trübung der natürlichen Linsenkapsel (sog. "Nachstar") empfindlicher als "normale Linsen". Daher empfehlen wir bereits ab 3 Monaten nach der Implantation von Multifokallinsen eine Laserbestrahlung der Kapsel zur Behandlung / Vorsorge des Nachstar. Damit ist sicher gestellt, dass die Multifokallinse immer ihre Funktionalität entfalten kann und die Funktion durch eine Kapseltrübung bzw. Nachstar nicht nachlässt.

Ihr Team des Augenzentrum

Frage von R. B. aus 87734 Benningen:

Altersweitsichtigkeit

werden bei einer OP mit Multifokallinsen beide Augen gleichzeitig Operiert? Und wie lange dauert der Heilungsprozess?

Einsatz von Multifokallinsen: 1 Wochen zwischen der Operation beider Augen

Das Implantieren von Multifokallinsen (Bifokallinsen oder Trifokallinsen) erfolgt in 2 getrennten Sitzungen. Man muss in der Regel dem frisch operierten Auge 1 Woche Zeit geben, damit sich die Sicht stabilsiert, bevor man das 2. Auge operiert. Im Regelfall ist nach 1 Woche die Sehschärfe soweit angestiegen, das man das 2. Auge angehen kann.

Ihr Team des Augenzentrum

Frage von P. H. aus Reinfeld:

Multifokale Kontaktlinsen

Ich versuche zur Zeit Multifokale Kontaktlinsen, aber keine der Probelinsen ist optimal. Entweder Probleme i Nah oder im Fernbereich. Ich habe zusammen mit dem Optiker verschiedenste Hersteller probiert (Werte -4.0 und +2.0 /2.5 (Nähe).

Gibt es das Problem auch bei der eingesetzten Multifokallinse?

Multifokal Kontaktlinsen sind mit Multifokalenimplantaten nicht vergleichbar

Multifokale Kontaktlinsen basieren auf einem völlig anderen Prinzip als Multifokallinsenimplantate. Diese Kontaktlinsen sind sogenannte Refraktivsysteme, die oft schon bei einer geringen Dezentrierung Linse oder der Pupille "versagen". Die multifokalen Implanatate sind hingegen hinter der Pupille und haben diese Probleme nicht. Desweiteren funktionieren sie nach einem anderen (diffraktiven) Prinzip, welches nicht so sensibel auf Zentrierung reagiert. Daher sind die Ergebnisse eines Kontaktlinsenversuches mit multifokalen Kontaktlinsen mit Multifokalen Implantatslinsen nicht übertragbar. Unserer Erfahrung nach vertragen sehr oft gerade die Patienten, die multifokale Kontaktlinsen nicht gut vertragen haben, die multifokalen Linsenimplantate sehr gut.
Ihr Team des Augenzentrum

Frage von B.:

Wegen der Nachteile bei der Multifokallinse (Blendung und

Kontrastverlust) wäre es möglich bei einem Auge eine Multifokallinse und bei dem anderen Auge eine Monofollinse einzusetzen bzw. würde das die Nachteile der Multifokallinse (Blendung und Kontrastverlust) lindern ?

Hallo, generell raten wir von der Implantation von 2

verschiedenen Linsentypen strikt ab. Wenn ein multifokales System zum Einsatz kommen soll, dann sollte dies zeitnah an beiden Augen und möglichst mit dem gleichen Linsen-Typ erfolgen. Andernfalls kann es vorkommen, dass der Patient die Multifokalität gar nicht erst nutzen kann und dann doch wieder für Ferne und Nähe Brillen braucht.
Blendung und Kontrastverlust spielen bei modernen Multifokallinsen nur noch für hochkurzsichtige Patienten (über -12,00 Dpt) eine Rolle. Bei diesen Patienten raten wir von einer Versorgung mit Multifokallinsen ab. Bei den anderen Dioptriebereichen spielen Blendung und Kontrastverlust bei den von uns implantierten Linse nur eine sehr geringe Rolle.
Ihr Team des Augenzentrum
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